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» Angebotsvielfalt                » Angebotsvielfalt: Bilanz Januar 2004

Zur Aufgabe
Der Ombudsmann nimmt Klagen des Publikums, filminteressierter Organisation und Behörden , der Filmverleiher und der Kinobetriebe entgegen. Er vermittelt zwischen den Klägern und den Betroffenen und versucht eine der Erhaltung und Förderung der Angebots- und Sprachenvielfalt dienende Lösung zu finden. Dabei hat er davon auszugehen, dass die Angebotsvielfalt in einer Kinoregion gewährleistet ist, wenn die angebotenen Filme der Anzahl der Vorführbetriebe und der Grösse der Kinoregion entsprechend in genügender Anzahl aus unterschiedlichen Ländern stammen, unterschiedlichen Genres angehören und verschiedene Filmstile repräsentieren. Mehrere Leinwände sind Bestandteil der gleichen Kinoregion, wenn sie sich an ein Kinopublikum aus dem gleichen geographischen Raum richten. Der Ombudsmann kann nur beim Fehlen der Angebotsvielfalt in einer Region intervenieren Es ist ihm nicht gestattet, sich in die Programmation einzelner Theater einzumischen oder auf Streitigkeiten zwischen einzelnen Vorführbetrieben, Publikum oder Verleihern einzugehen.

Zum Verfahren
Die Klagen werden an Procinéma adressiert. Sie können schriftlich oder telephonisch erfolgen.

ProCinema bestätigt den Empfang der Klage. Diese Empfangsbestätigung beinhaltet die von der Klage betroffene Region und die betroffenen Kinoorte. Sie informiert den Kläger über die Ombudsperson und die Art wie diese erreicht werden kann.

Daraufhin nimmt der Ombudsmann mit den Klägern Verbindung auf. Er informiert sich über die von den Klägern erhobenen Vorwürfe und nimmt ihre Vorschläge zur Verbesserung des Filmangebotes entgegen. Anschliessend beurteilt er das Filmangebot in der vom Kläger inkriminierten Region. Dabei geht er vorerst von den ihm zur Verfügung stehenden Statistiken aus. Er informiert die betroffenen Kinoinhaber über die vorliegende Klage und bittet sie um Stellungnahme.

Er leitet die von den Klägern formulierten Wünsche betreffs Programmation weiter klärt deren Realisierbarkeit ab.

Auf Grund der getroffenen Abklärungen informiert der Ombudsmann den Kläger über die von ihm gezogenen Schlussfolgerungen. Nachdem der Ombudsmann die Reaktionen auf seine Schlussfolgerungen zur Kenntnis genommen hat und gegebenenfalls nochmals weitere Abklärungen vorgenommen hat teilt er dem Kläger schriftlich seine Stellungnahme mit. Kopie dieser Stellungnahme geht an die betroffenen Kinobetreiber oder Verleiher.


Zur Person

Willy P. Wachtl     Geboren 30.03.1936 in Zürich. Sohn des Willy Wachtl "Pionier des Grosskinos" (NZZ) "Versteckter Geldgeber der Präsensfilm und wichtigster Verbündeter von Lazar Wechsler" (Hervé Dumont).

Privat Verheiratet. Vier Kinder.

Ausbildung Primarschule in Zürich. Mittelschule Lyceum Alpinum Zuoz. 1954: Maturité Type B. Rechtsstudium Université Zürich. Dissertation über Urheberschaft am Film.

Beruf 1960: Eröffnung Cinéma Broadway in Genève.
1995: Besitzer von 5 Kinos in Genf, 3 in Bern und 6 in Basel.
2000 : Rückzug aus der Kinobranche.

Verbände 1968 bis 1982: Präsident Westschweizer Kinoverband.
1968 bis 1988: Mitglied eidgenössische Filmkommission.
1978-1982: Präsident Begutachtungsausschuss
Ehrenpräsident Schweizerischer Kinoverband.

Militär 1956: Panzerrekrutenschule in Thun.
1973: Battaillonskommandant.
1981: Oberstleutnant: Chef mechanisierte und leichte Truppen Stab Felddivision 3.